18 Jul Förderprogramm für investive Klimaschutzmaßnahmen aus der nationalen Klimaschutzinitiative auch für Sportvereine

header_ptj_74Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat die Fördermöglichkeiten von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen (sog. „Kommunalrichtlinie“) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgeweitet. Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Änderungen:

  • Im Förderbereich „Investive Klimaschutzmaßnahmen“ sind ab sofort auch Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus antragsberechtigt.
  • Kommunale Unternehmen mit mindestens 50,1 % kommunaler Beteiligung sind jetzt für alle investiven Klimaschutzmaßnahmen antragsberechtigt.
  • Es wurde ein neuer Schwerpunkt „Klimaschutz in Rechenzentren“ zur Förderung von Investitionen und Optimierungsleistungen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz in Rechenzentren ergänzt.
  • Im Bereich „Klimaschutzinvestitionen in Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen“ ist nun auch der Austausch von Elektrogeräten in Schul- und Lehrküchen sowie Kitas förderfähig.
  • Zuschüsse für projektbegleitende Ingenieurdienstleistungen sind ab sofort bei allen investiven Maßnahmen möglich.

Eine Antragsstellung im Rahmen der Kommunalrichtlinie ist weiterhin zwischen dem 01. Juli und 30. September 2016 sowie dem 01. Januar und 31. März 2017 möglich. Davon abweichend können Anträge im Bereich „Förderung eines Klimaschutzmanagements“ ganzjährig eingereicht werden.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Förderbereichen finden Sie im Euro-Office Intranet und auf folgenden Websites:

Innovative Klimaschutzprojekte mit bundesweiter Ausstrahlung

Darüber hinaus hat das BMUB nun auch den diesjährigen Aufruf für „Innovative Klimaschutzprojekte mit bundesweiter Ausstrahlung” veröffentlicht.

Das Programm richtet sich an Verbände, Vereine, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Stiftungen und Unternehmen.

Gefördert werden Projekte zu Beratung, Information, Kapazitätsaufbau, Erfahrungsaustausch, Vernetzung, Aus- und Fortbildung sowie Qualifizierung in den bereits bekannten Handlungsfeldern Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung. Des Weiteren werden im Rahmen des Aufrufs im neuen Sonderhandlungsfeld „Energieeffizienz in Kommunen“ insbesondere Projekte zur konkreten Umsetzung von Effizienzmaßnahmen in Kommunen, kommunalen Unternehmen und Einrichtungen sowie im kommunalen Umfeld unterstützt.

Von den Vorhaben wird erwartet, dass Sie eine Multiplikatorwirkung entfalten und eine bundesweite Ausstrahlung haben. Zudem müssen Sie während der Projektlaufzeit (i. d. R. max. drei Jahre) durch konkrete Maßnahmen eine messbare Treibhausgasreduzierung erreichen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Nicht förderfähig sind investive Vorhaben sowie Vorhaben aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Elektromobilität sowie Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Formell bestehen keine Begrenzungen bzgl. Fördersumme und -satz, es wird jedoch eine “angemessene” Eigenbeteiligung bzw. Drittmittelfinanzierung vorausgesetzt.

Hier sehen Sie einige Bsp.:

Förderschwerpunkt

max. Förderhöhe

LED – Außen- und -Straßenbeleuchtung

30 %

Austausch raumlufttechnischer Geräte

35 %

LED-Innen- und Hallenbeleuchtung

40%

Dämmung von Heizkörpernischen

40%

Ersatz ineffizienter Warmwasserbereitungsanlagen

40%

Austausch nicht regelbarer Pumpen

40 %

Einbau einer Gebäudeleittechnik sowie Gebäudeautomation

40 %

Einbau von Verschattungsvorrichtungen mit Tageslichtnutzung

40 %

Klimaschutz in Rechenzentren
Investitionen und Optimierungsdienstleistungen, die die Energie- und Ressourceneffizienz eines Rechenzentrums deutlich erhöhen

50 %

Die Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben muss so bemessen sein, dass sich eine Mindestzuwendung in Höhe von 5.000 € ergibt.

Eine Übersicht und weitere Informationen zu Förderbedingungen und Förderquoten finden Sie unter hier.

Frist zur Einreichung von Projektvorschlägen ist der 30. September 2016 beim Projektträger Jülich (PtJ). Anschließend werden vorausgewählte Träger zur formellen Antragstellung aufgefordert (Projektstart voraussichtlich ab Sommer 2017).

Nähere Informationen können Sie den folgenden Websites entnehmen:
www.klimaschutz.de/einzelprojekte
www.ptj.de/klimaschutzinitiative/wirtschaft-verbraucher-bildung
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Zuständige Ansprechpartner beim PtJ erreichen Sie unter der Tel. 030 / 20199-488.