15 Mai Kreissportbund und Hansestadt bringen Sportentwicklungsplan ins Rollen

(sp) Lüneburg. Pia Steinrücke, Dezernentin für Bildung, Jugend und Soziales bei der Hansestadt Lüneburg, und Christian Röhling, Vorsitzender des Kreissportbund Lüneburg e.V. (KSB), unterzeichneten am Donnerstag (9. Mai 2019) im Rathaus eine gemeinsame Vereinbarung zur Sportentwicklungsplanung (SEP). Die Vereinbarung ist zum einen Voraussetzung, um beim Landessportbund Niedersachsen e.V. Zuschüsse für den Planungsprozess einwerben zu können – zum anderen gibt sie die gemeinsamen Ziele vor. Im Kern geht es darum, mit der SEP umfangreiche Daten zum Sportverhalten, den Sportstätten und den Bedarfen in der Hansestadt Lüneburg zu erarbeiten.

Pia Steinrücke erläutert: “Mit Hilfe eines externen Beraters und im Austausch mit den Sportvereinen sollen die Bedürfnisse der Lüneburgerinnen und Lüneburger in Sachen Sport, Bewegung und Gesundheit ermittelt werden. Dabei wollen wir natürlich die Menschen berücksichtigen, die in Vereinen organisiert sind, aber auch derjenigen, die ohne Vereinsbindung Sport treiben möchten, Stichwort Sport im öffentlichen Raum.” Die Sportentwicklungsplanung solle eng verzahnt werden mit der Stadtteilarbeit, die sich aktuell ebenfalls neu aufstellt. So sind voraussichtlich zum Herbst/Winter verschiedene offene Runden in den Stadtteilhäusern zum Thema geplant.

KSB-Vorsitzender Christian Röhling ergänzt: “Der Blick in die Zukunft ist ein Schritt in die richtige Richtung. Sich intensiv mit den sportlichen Entwicklungen zu befassen und dabei die lokalen Akteure einzubeziehen, macht Sinn. Mehr noch, es ist überlebenswichtig für eine Stadt, wenn sie weiterhin attraktiv für ihre Bürgerinnen und Bürger sein will. Sport ist dabei natürlich nicht der einzige Aspekt, aber ein sehr wichtiger.” Susanne Pöss, Geschäftsführerin des KSB, fügt hinzu: “Eine Sportentwicklungsplanung wird immer dann nachhaltig und erzielt positive Ergebnisse, wenn möglichst viele handelnde Parteien, also Verwaltung, Politik, Sportvereine, Schule und viele mehr bis hin zu den Bürgerinnen und Bürger der Kommune von Anfang bis Ende teilhaben können, eingebunden sind und so den Prozess mittragen.”

Die Sportentwicklungsplanung soll zusammengefasst aufzeigen wie sich die örtlichen Sportvereine in Zukunft weiterentwickeln müssen oder auch wollen und welche Konsequenzen dies für die Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur in der Stadt haben wird. Der Wandel in Gesellschaft und Schulen, etwa zur Ganztagsschule, soll dabei ebenso berücksichtigt werden wie Ziele zu möglichst breiter Teilhabe aller in der Stadtgesellschaft oder zur Inklusion.

Der gesamte Prozess, der mit den Unterschriften ins Rollen kommt, ist auf zwei Jahre angelegt. Britta Herrschaft, Sportreferentin im Rathaus, die sich federführend um die Sportentwicklungsplanung kümmert, wird im Sportausschuss über das weitere Vorgehen berichtet. Im Haushalt 2019 sind 10.000 Euro für die Sportentwicklungsplanung veranschlagt.

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Das sind die in der Vereinbarung formulierten Ziele der Sportentwicklungsplanung:

. Der Sport wird als bedeutender Bestandteil in alle Stadtentwicklungskonzepte der Hansestadt Lüneburg fest integriert.
. In der Hansestadt Lüneburg sind angemessene, attraktive, nachhaltige und gut ausgestattete Sportanlagen sowie Sport- und Bewegungsangebote vorhanden.
. Die Hansestadt Lüneburg bietet sowohl Raum und Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Sportartenkonzepte als auch neue Sportarten und Trendsportarten.
. Die Hansestadt Lüneburg hat das Ziel, den über das zu entwickelnde Sportstättenkataster ermittelten Renovierungs- und Sanierungsstau abzuarbeiten.

Sie bringen die Sportentwicklungsplanung für die Hansestadt Lüneburg ins Rollen (v.l.): Susanne Pöss und Christian Röhling, Geschäftsführerin und Vorsitzender des Kreissportbund Lüneburg e.V. (KSB), sowie Pia Steinrücke, Bildungs- und Sozialdezernentin, und Britta Herrschaft, Sportreferentin im Lüneburger Rathaus.
Foto: Hansestadt Lüneburg
9. Mai 2019

Quelle & Bildnachweis: Hansestadt Lüneburg