Pressmitteilung zu den aktuellen Mitgliedszahlen im KSB Lüneburg

15 Feb Pressmitteilung zu den aktuellen Mitgliedszahlen im KSB Lüneburg

Pressmitteilung zu den aktuellen Mitgliedszahlen im KSB Lüneburg
 
Die gute Nachricht vorweg: „Die große Mehrheit der Mitglieder ist den Vereinen bisher treu geblieben“, zieht KSB-Geschäftsführerin Susanne Pöss eine erste positive Bilanz aus der gerade abgeschlossenen Bestandserhebung zum 01.01.2021. Aber, und auch das belegen die Zahlen: Im Durchschnitt verlieren die Sport- und Schützenvereine im Kreissportbund Lüneburg über 5 Prozent ihrer Mitglieder in einem Jahr, das sie vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt hat und liegen damit niedersachsenweit über dem Landesdurchschnitt. In Zahlen: Stand jetzt zählt der KSB 42.383 Mitglieder, das ist ein Minus von 2401 (Stand: 15.02.2021). Die Bestandserhebung erfasst die Eingaben von 158 der aktuell 159 Vereine im KSB Lüneburg. Am deutlichsten bekommen dabei Lüneburgs Großvereine den Schwund zu spüren, sie liegen deutlich über dem Durchschnittswert. Rein auf die Sportarten bezogen, verlieren die Turner mit rund zehn Prozent am massivsten.
Das größte Dilemma, in dem die Vereine stecken, ist der zurzeit fehlende Zuwachs an Mitgliedern. „Unsere Vereine hatten 2020 kaum Möglichkeiten, neue Mitglieder zu akquirieren. Die Vereine leben von Schnupperstunden und Probeangeboten, derzeit haben sie keine Chance diese in Präsenz anzubieten“, gibt Susanne Pöss zu bedenken. So führen die natürlichen Austritte, die jeder Verein am Ende des Jahres einkalkuliert, denen aber nun keine Neueintritte gegenüberstehen, zu den rückläufigen Mitgliederzahlen und wirkten sich negativ auf die finanzielle Situation der Vereine aus. „Das bringt natürlich die Haushaltsplanungen mächtig durcheinander“, so Pöss.
Über Monate konnte Vereine als „soziale Tankstellen“ – wie DOSB-Präsident Alfons Hörmann sie so treffend beschreibt – nicht mit seinen Mitgliedern in Aktion treten und seine gesellschaftliche Kraft nur sehr eingeschränkt entfalten. Viele Vereine waren und sind extrem kreativ, bieten Online-Alternativen an oder lassen auch unter Corona-Regeln Individualsport für ihre Mitglieder zu. Dem unermüdlichen Einsatz jedes einzelnen ist es zu verdanken, dass der Mitgliederschwund nicht noch größer ausgefallen ist.
„Doch der immer noch anhaltende Lockdown bringt den lokalen Sport langsam an seine Grenzen“, erklärt Susanne Pöss. „Wir alle können nur hoffen, dass unseren Mitgliedern und vielen ehrenamtliche Tätigen in 2021 nicht der Geduldsfaden reißt.“ Wir müssen in einem gemeinsamen Kraftakt noch einmal an die Solidarität und die Vereinstreue appellieren sowie auf die zahlreichen Online-Angebote verweisen.
Und: Wir brauchen die Unterstützung der Politik. „Es muss einen klaren Fahrplan geben, eine klare Verordnungslage mit Ausführungsbestimmungen sowie finanzielle Unterstützung für den Sport vor Ort“, fordert KSB-Vorsitzender Christian Röhling. Auch die Wertschätzung und Motivation für die vielen ehrenamtliche Tätigen, welchen sich unermüdlich einsetzen, um dem Breiten- und Leistungssport gerecht zu werden und insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen einen attraktiven sportlichen und sozialen Lebensraum schaffen, muss wieder stärker in den Fokus rücken. „Denn ohne die wäre der Vereinssport unmöglich.“