Gemeinsame Aktion der Koordinierungsstellen Integration auf Instagram
Liebe Engagierte,
am 19. Februar 2020 ereignete sich in Hanau (Hessen) ein rassistisch und rechtsextremistisch motivierter Anschlag. Ein 43-jähriger Täter fuhr an diesem Abend gezielt zwei Shisha-Bars in der Stadt an und erschoss dort innerhalb weniger Minuten neun Menschen, die er aufgrund ihrer Herkunft als „anders“ einstufte. Sechs weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Anschließend kehrte der Täter in seine Wohnung zurück, wo er seine Mutter und sich selbst tötete. Die Tat gilt als eines der schwersten rassistisch motivierten Verbrechen der jüngeren deutschen Geschichte.
Anlässlich dieses Anschlags, der vielen Menschen das Leben gekostet hat und bis heute nachwirkt, werden die Koordinierungsstellen Integration am Donnerstag, den 19.02.2026, einen Beitrag auf Instagram veröffentlichen. Mit diesem Post möchten wir ein klares Zeichen gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung setzen.
Die Olympischen Spiele stehen wie kaum ein anderes Ereignis für ein friedliches Miteinander über Länder-, Kultur- und Religionsgrenzen hinweg. Athletinnen und Athleten aus aller Welt begegnen sich im sportlichen Wettkampf respektvoll und fair – getragen von gemeinsamen Werten wie Solidarität, Vielfalt und gegenseitiger Anerkennung. Dieses internationale Miteinander bildet einen bewussten Gegenpol zu Ausgrenzung, Rassismus und Hass. Der Anschlag von Hanau war ein Angriff auf Menschen, die als „anders“ markiert wurden – und damit auch ein Angriff auf die Idee einer offenen, vielfältigen Gesellschaft. Während bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Nationen zusammenkommen, um gemeinsam Sport zu feiern, erinnert der 19. Februar 2026 daran, wie wichtig es ist, diese Werte aktiv zu verteidigen.
Wir wollen nicht vergessen. Und wir dürfen nicht schweigen. Deshalb freuen wir uns über alle, die sich unserer Aktion anschließen.
Da es sich um eine landesweite Aktion der Koordinierungsstellen handelt besteht die Möglichkeit den Instagram-Post auf dem Account „sportregion_on“ zu reposten, sodass er in eurer Story erscheint.
Unser Beitrag wird um 12 Uhr online gehen.
Im Anschluss an die Tat ist die Gedenk- und Erinnerungskampagne „Say their names“ entstanden. Sie macht die Opfer als Menschen sichtbar, indem ihre Namen bewusst ausgesprochen, geschrieben und gezeigt werden – statt nur über die Tat oder den Täter zu sprechen. Bitte achtet bei eigenen Beiträgen darauf, die Namen korrekt zu übernehmen.
Wir freuen uns über die gemeinsame Aktion mit euch.